Des Kaisers neue Kleider...

"Des Kaisers neue Kleider" ist ein wunderbares Märchen von Hans Christian Andersen. Es gibt keine schönere Geschichte zum Thema Kleidung und Eitelkeit. Er schrieb ein Märchen, welches uns noch heute viel über Eitelkeit und die Wirkung von Kleidung aufzeigt. Zwei Halunken brachten den Kaiser um viel Geld. Sie gaben vor teure Gewänder für ihn geschneidert zu haben, etwas ganz exklusives und es könnten nur die Menschen sehen, die intelligent und würdig genug sein. Seine eigene Unsicherheit überspielte er, denn er konnte die Kleider selbstverständlich nicht sehen, denn sie waren real auch nicht vorhanden. Jedoch war ihm klar, er wäre dumm, wenn er dies zugeben würde. Somit trat er ohne Kleidung vor sein Volk. Keiner traute sich, es ihm kundzutun, bis auf ein Kind. Die Ehrlichkeit von Kindern ist bis heute unbestechlich. 

 
Wir können auch heute noch so einiges aus diesem Märchen mitnehmen. Kleidung ist ein Statement. Kleider machen Leute und wir geben unsere Einstellung nach außen preis. Kleidung sagt viel über uns aus. Ein Paradebeispiel sind die 80er-Jahre. Es bildeten sich zwei unterschiedliche Stilrichtungen in Lager, wie sie gespaltener nicht hätten sein können. 
 
Aus London schwappte die Punkwelle nach Deutschland, im Gegenzug trugen die seitengescheitelten gepflegten Popper in der Öffentlichkeit und auf Partys ihr Markenbewusstsein mit Kaschmirpullovern und Bundfaltenhosen zu Schau. Die Punks, bunt, schrill, mit klebrigen Irokesenfrisuren hingegen lümmelten sich in den Innenstädten in Scharen auf attraktiven Plätzen, Treppen und Skulpturen herum und trugen ihren eigenen Kleidungsstil zur Schau. 
 
Etwas gemäßigter in ihrer Kleidung waren die New-Waver als die Punks. Schwarz war ihre Kleidung mit Nietengürteln und gestylten leicht nach oben stehenden gepflegten Haaren und etwas bleicheren Gesichtern mit schwarz umrandeten Lidstrichen um die Augenpartie. Die Kleidung wurde in speziellen, oft exklusiven, Boutiquen erstanden. Heutzutage läuft ein großer Teil des Handels online ab, ob Einzelhandel oder Kleidung Großhandel
 
Eine weitere Bewegung, welche spürbarer in den Schulhöfen war und später zu Beginn ihrer Zeit die Kleidung der politischen Partei "die Grünen" wurde, waren die sogenannten Prolos. Dies hat nichts mit Proleten zu tun, sondern sie kamen mehr aus der Arbeiterklasse bzw. aus einfachen Familien. Trugen Turnschuhe, normale Jeans, Sweatshirt und einen Parka oder einfaches Jacket. Auf Kleidung wurde keinen Wert gelegt, die Kleidung am Körper sollte lediglich ausdrücken, dass man weder ein Popper, noch ein Punk sei, sondern einfach ganz normal. 
 

Artikel-Kategorie: 
Kultur und Geschichte
Tagliste: 
mode Kleidung Fashion
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