Ein Unglück kommt selten allein, sagt schon der Volksmund. Gleiches gilt auch für Wildunfälle. Hört man sich einmal im Bekanntenkreis um, gibt es keinen, der nicht von einem Adrenalin erzeugenden Unfall mit einem Tier berichten kann. Wie verhält man sich in solch einer Situation richtig und wann begegnen einem diese überhaupt?
Wildunfall bei Nacht besonders häufig
Besonders nachts besteht die Gefahr, dass ein Reh oder Wildschwein vor das Auto läuft. Bei einer bevorstehenden Kollision sollte sich der Fahrer bemühen, nicht vor Schreck auszuweichen und das Auto gegen einen Baum zu setzen. Bei kleinen Tieren bleibt aus Sicherheitsgründen leider nichts übrig, als den Kurs beizubehalten und einen möglichen Unfall mit dem Wild in Kauf zu nehmen. Sofern niemand hinter einem fährt, ist ein angemessenes Bremsen sicherlich nicht verkehrt. Das Bremsen darf jedoch nicht zu einem Abrutschen des Wagens von der Straße führen. Bei größeren bzw. massiveren Tieren wie einem Wildschwein ist ein Aufprall keine gute Lösung. Ein kontrolliertes Ausweichen ist einem Unfall daher immer vorzuziehen.
Korrektes Verhalten nach einem Wildunfall
Ist jedoch ein Ausweichen fehlgeschlagen und das Tier angefahren, ist die Unfallstelle abzusichern. Gerade bei größeren Tieren ist immer das Forstamt (alternativ die Polizei) über den Unfall zu informieren. Aber auch bei kleineren Tieren gebietet es schon der Anstand, verletzte Tiere nicht sich selbst zu überlassen. Nach erfolgtem Telefonat sollte sich jeder an die Anweisungen des Forstamtes halten. In den meisten Fällen wird ein Jäger kommen, dem Tier ggf. den Gnadenschuss geben und es mitnehmen. Auch wird oft der Ort, an dem der Zusammenprall geschah, anschließend deutlich markiert – das Risiko für einen weiteren Unfall wird so reduziert.

