Gemäß einer alten russischen Norm bereitet man Tee in einer mit warmer Flüssigkeit erwärmten Kanne zu, benutzt je Person einen TL Teeblätter, übergießt diese mit heißem Wasser und gießt dann den gebrühten Tee innerhalb von neun min. in eine andere vorgewärmte Teekanne ab. Teeliebhaber empfehlen, den Tee nur fünf min. ziehen zu lassen, da nach Ablauf dieser Zeit die in den Teebestandteilen beinhalteten Bitterstoffe frei gesetzt werden, welche die belebende Wirkung des Coffeins im Tee abschwächen. Tee kann man je nach Gusto mit fettarmer Milch, Kandis, Zitrone, oder Rum genießen. Das Vorurteil, in Teebeuteln befinde sich eine mindere Güteklasse, ist nicht korrekt. In den Teebeuteln sind nur Teeblätter verarbeitet ohne Halme. Wer ein Tee-Ei nutzt, sollte jenes nur zur Hälfte füllen. Durch das Überbrühen mit siedendem Wasser schwemmen Teeblätter auf und nehmen an Fülle zu. Die Teeblätter brauchen zu der Aromenentfaltung Raum. Das Aroma des Tees ist von dem Qualitätsstandard abhängig. Die bestmöglichste Tee-Qualität bringen die Hauptknospen sowie die zartesten Blättchen des Strauches. Sobald die Blätter gepflückt sind, müssen diese zunächst welk werden, dann werden sie geschnitten, oxidiert sowie vollständig entwässert. Grüner Tee wird nicht oxidiert sondern anstattdessen gedünstet. Heilsame Ingredenzien, welche vor bestimmten Krankheiten schützen können, werden dabei konserviert. Der gesündeste Tee allgemein soll der Jiaogulan Tee sein, der ebenfalls "Pflanze des Lebens" genannt wird, weder Guaranin noch Koffein beinhaltet, aber doch anregend ist und eine günstige Wirkung auf das Wohlbefinden von Personen hat. Die Knospen der rasend schnell heranreifenden, durchschnittlich zehn m hohen Pflanze, welche zu den Magnoliophyta gehört, werden in der Chinesischen Medizin als Heilmittel angewandt. Die Jiaogulanpflanze gehört in Europa nicht wirklich zu den Medikamenten, sondern ist ein Genussmittel. In Amerika wird dieser etwas zuckerig schmeckende Tee, dort als "Anti-Aging-Tee" bezeichnet, schon lange verzehrt, bei uns ist er noch ziemlich unentdeckt. Ein Tee der absolut außergewöhnlichen Klasse ist
Reishi, ein Pilz, dessen heilende Wirkung die Immunabwehr, die Nieren sowie den Stoffwechsel vorteilhaft beeinflusst. Der Thailändische Name Wu Ling meint so viel wie "Pilz des ewigen Lebens" oder aber auch "Zehntausend-Jahrhunderte-Pilz". Zum Tee werden fein zertrennte, gedorrte Stücke angewandt, welche eine Zeit lang in lauwarmen Bergwasser aufquellen sollten. Danach wird die Flüssigkeit mit den Pilzscheiben aufgekocht und fünfzehn min. geköchelt sowie abgeschüttet. Die Jiaogulanpflanze schmeckt ein wenig herb-bitter und kann mit Waldhonig oder Kandiszucker gemischt werden.