Gemäß einer alten englischen Faustregel bereitet man ein Aufgussgetränk in der mit warmer Föüssigkeit ausgespülten Kanne zu, nimmt je Trinkgefäß einen gehäuften Teelöffel getrockneter Teeblätter, übergießt sie mit kochend heißem Wasser und schüttet dann den gebrühten Tee innerhalb von neun Minuten in eine andere vorgewärmte Teekanne ab. Experten empfehlen, den Aufguss nur vier Minuten ziehen zu lassen, zumal nach dieser Zeit die in den Teeblättern beinhalteten Gerbstoffe frei gesetzt werden, die den anregenden Effekt des Koffeins im Tee abschwächen. Tee kann man nach Geschmack mit Vollmilch, Zucker, Zitrone, oder Arrak trinken. Das Vorurteil, in Teebeuteln sei Tee schlechterer Güteklasse, ist nicht richtig. In den Teebeuteln sind feinere Qualitäten ohne Halme. Wer ein Teeei nutzt, sollte dieses maximal zur Mitte füllen. Denn nach dem Überbrühen mit warmen Wasser schwemmen Teeblätter auf und nehmen folglich an Größe zu. Tee benötigt zur Entfaltung Luft. Das Aroma des Tees ist von der Güteklasse abhängig. Die bestmöglichste Qualität liefern die so genannten Augen und die zartesten Blätter des Strauches. Sobald die Teeblättchen abgeerntet wurden, müssen sie zuerst dorren, dann werden sie gerollt, oxidiert und getrocknet. Manche Tees werden allerdings nicht oxidiert sondern gedämpft. Heilsame Inhaltsstoffe, die vor Diabetes schützen, werden dabei konserviert. Der beste Tee der Welt soll der
Jiaogulan Tee sein, der auch "Pflanze des Lebens" genannt wird, kein Teei oder Koffein enthält, jedoch aber belebend ist und eine günstige Wirkung auf die Fitness von Menschen und Tieren hat. Das Grün der zügig gedeihenden, maximal vier m langen Staude, die zu den Magnoliophyta gehört, werden in der Japanischen Medizin als Heilmittel eingesetzt. Der Jiaogulan zählt in den europäischen Ländern nicht zu den Pharmazeutika, sondern ist ein Mittel zur Nahrungsergänzung. In den USA wird jener ein bisschen zuckerig mundende Tee, auch als "Jung-bleib-Tee" bezeichnet, schon eine ganze Zeit lang verzehrt, in Deutschland ist er noch eher exotisch. Ein Tee der absolut besonderen Art ist Reishi, ein Pilz, dessen heilende Wirkung das biologische Abwehrsystem, die Leber und den Stoffwechsel günstig beeinflusst. Der Thailändische Begriff Wu Zhi bedeutet "Ewigkeitspilz" oder etwa "Viertausend-Jahrhunderte-Pilz". Zum Tee werden hauchdünn geschnittene, gedorrte Scheibchen eingesetzt, die über 24 Std in reinem Wasser eingeweicht werden sollten. Anschließend wird die Flüssigkeit mit den Pilzbestandteilen aufgekocht und acht Minuten gekocht und anschließend abgeschüttet. Der Jiaogulan schmeckt ein wenig bitter und darf mit Süssstoff oder Zucker gesüßt werden.