Yoga in den Wechseljahren

Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit bis Depression und eine Erschöpfung, dass man meinen könnte, man wäre noch einmal schwanger geworden – nur dass man weiß, dass das nicht sein kann! Das sind die Symptome, an denen die meisten Frauen merken, dass sie in die Wechseljahre kommen. Manche spüren nicht so viel und bemerken nur die Unregelmäßigkeiten und schließlich das Ausbleiben der Periode. Was sollen jedoch diejenigen tun, deren Symptome ganz deutlich sind und die teilweise sehr unter den Problemen leiden? Seit Jahrzehnten empfehlen ältere Frauen und auch Ärzte Yoga Übungen als Weg für den Körper, mit der inneren Umstellung gut umzugehen.
Wieso gerade Yoga? Es ist recht einfach: in jedem Bereich des Lebens kommen die Menschen immer mehr auf die Natur zurück, erkennen, dass viele natürliche Heilmittel und auch einfache, aber wirksame Übungen dem Körper oft mehr geben, als die herkömmlichen Arzneimittel, die die Pharmaindustrie gerne verkauft. Zu dieser Besinnung auf unsere Wurzeln gehört auch, dass Hormontherapie – früher die Standard-Lösung für jedes Problem der Wechseljahre – nun nicht mehr das Allheilmittel darstellt. Risiken wurden erkannt, so wie zum Beispiel, dass die Hormonbehandlung durchaus auch Krebszellen fördern kann.

Diese Risiken sind den meisten Frauen heutzutage bewusst und sie wollen sie nicht eingehen, gerade weil es doch ein ganz gewöhnlicher Prozess des Körpers ist. Was also tun, wie können andere Methoden, so wie Yoga in den Wechseljahren helfen?

Yashendu Goswami, Yogi und Yogalehrer aus Indien, der Yoga macht, seit er sich erinnern kann, erklärt, wie Yoga dazu beiträgt, die Veränderung des Körpers mit Ruhe und innerem Frieden durchzustehen und daraus sogar noch Kraft zu schöpfen. Natürlich können Yoga Übungen nicht helfen, die Produktion von Östrogen im Körper auf immer und ewig fortzusetzen, aber das ist auch nicht der Sinn. In seinem online Verzeichnis von Yoga Übungen erklärt der Yogi immer wieder, dass es im Yoga darum geht, den Körper anzunehmen, wie er ist. Und so ist es auch bei Yoga für die Wechseljahre.

Erkenne, dass der Wechsel der Hormone in deinem Körper ganz natürlich ist. Mit restaurativen, entspannenden Yoga Asanas hilfst du auch deinem Geist, wieder zur Ruhe zu kommen und kannst so Nebenwirkungen wie Depression und Stimmungsschwankungen beikommen. Die körperliche Aktivität und das Konzentrieren aufs Innere, das beim Yoga immer mit im Mittelpunkt stehen sollte, bringen ein inneres Gleichgewicht, das den Praktizierenden durch das Auf und Ab des Tages trägt. Dieses Gleichgewicht hilft, Angstzuständen vorzubeugen und generell ausgeglichen zu reagieren. Entspannende Stellungen geben die Möglichkeit, Energie zu tanken, die der Körper in der Hormonumstellung natürlich verbraucht.

Wer nun meint, dass Yoga also nur psychologische Vorteile in der Menopause hat, hat sich geirrt. Viele Yoga Übungen wie Janu Sirsasana, Sarvangasana und Jalandhara Bandha, aber auch Atemübungen wie Brahmari Pranayama stimulieren die Schilddrüse und Hypophyse und helfen dem Körper dadurch, die Hormonschwankungen auszugleichen.
Tausende von Frauen hatten es in diesem Alter ihres Lebens einfacher, weil sie Yoga gemacht haben. Warum nicht mal diese natürliche Hilfe ausprobieren?

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