Die Geschichte der Zeitungsdruckerei

Die Geschichte der Zeitungsdruckerei hat ursprünglich mit dem Buchdruck und Laufblättern begonnen. Laufblätter stellten bis zur Herausgabe der ersten Zeitung das Mittel der Wahl dar, um die Bürger von wichtigen bevorstehenden Ereignissen zu informieren. Hierbei geht dieser Teil der Geschichte bis weit ins Mittelalter zurück, in dem der Zeitungsdruck ein mühsames, handgestaltetes Unterfangen war. Anstelle der später bekannten Technik des tatsächlichen Drucks, wurden die frühen Handblätter und Bücher noch eigenhändig geschrieben und immer wieder kopiert. Kopieren bedeutet in diesem Sinn, dass die Schrift Wort für Wort handschriftlich sooft übertragen wurde, wie der Auftraggeber es sich wünschte. Die meisten Druckereien bestanden in diesen Zeiten aus kirchlichen Vereinigungen oder sie waren dem Königshaus unterstellt. Bevor Gutenberg den Druck mit beweglichen Lettern, also einer Druckplatte mit austauschbaren Buchstaben, erfunden hatte, wurde für jedes Projekt eine eigene Druckplatte angefertigt. Diese bestand zu damaligen Zeiten aus Metall, Holz oder Zinn und wurde mit einer Legierung gefestigt, die eine mehrfache Benutzung erlaubte. Die Druckvorlage wurde mit Farbe bestrichen und auf das zu bedruckende Papier gepresst. Es lässt sich leicht erahnen, dass die Herstellung der Druckplatte wie auch der Druckprozess ein langwieriges Unterfangen darstellte und die Dauer bis zum Erscheinen je nach Höhe der Auflage Tage bis Wochen dauern konnte. Dennoch stellte schon die feste Druckplatte eine große Erleichterung der damaligen Druckereibetreiber dar, da sie die Dokumente nicht länger handschriftlich übertragen mussten. Problematisch an der Drucktechnik war jedoch, dass das Papier noch nicht die Glätte des heutigen Papiers aufwies und dies beim Druck ersichtlich wurde.

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