Türkisches Wasser für Zyperns Stauseen

Auf dem Eiland Zypern herrscht die gesamte Zeit über Wasserknappheit. Besonders im Hochsommer bekommen das die Zyprioten zu spüren. So kam es in letzter Zeit zu harten Rationierungsmaßnahmen, so dass die Einwohner in Südzypern wegen der Wasserzuteilung nur alle drei Tage Trinkwasser bereit gestellt bekommen haben. Als schnelle Notlösung wurden aus aus dem Mutterland Griechenland diverse Schiffsladungen Wasser zu kostspieligen Preisen gekauft. Schon vor zwei Jahrzehnten gab es Bestrebungen, in Anspruchnahme von ballonartigen Behältnissen, die hinter Schiffen mittlerer Größe hergezogen wurden, Trinkwasser aus der Südtürkei nach Zypern zu schaffen. Das Vorhaben hat sich jedoch aus technischer Sicht nicht realisierbar und finanziell nicht rentabel erwiesen.

Bezüglich der Trinkwasserversorgung geht es der Türkischen Republik Nordzypern aufgrund ihrer kleineren Einwohnerzahl deutlich besser. Ungeachtet dessen schwinden auch dort in den warmen Sommermonaten die Wasserspeicher. Der jetzige Wasserverbrauch von 36 Milliarden Liter soll bis 2035 auf 54 Millionen Kubikmeter jährlich steigen. Ein neues Unterfangen, welches in Kooperation mit der Türkei verwirklicht werden soll, wird innerhalb der nächsten drei Jahre das Wasserproblem Zyperns lösen können. Jedenfalls verheissen das die Volksvertreter, die die Gelder für die neue Pipeline zwischen der türkischen Stadt Anamur und Kyrenia auf Zypern in der sogenannten Türkischen Republik Nordzypern abgesegnet haben. Spätestens nach eintausend Tagen, so meldet es die Inselpresse, soll das kostbare Frischwascher des anatolischen Flusses Dragon den Geçitköy-Stausee in Nordzypern stetig ansteigen lassen. Von dort aus soll das kostbare Nass vorerst kostenfrei auch in den Landessüden gefördert werden, damit Gesamtzypern von der Wasserknappheit erlöst wird.

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