Die Pflegebranche ist Deutschlands erster Arbeitgeber. Laut Statistik beschäftigt die Pflegebranche sogar mehr Menschen als die Autoindustrie, die oft als Deutschlands Erfolgreichste Branche gilt. Dies lässt sich natürlich aus demografischen Gründen erklären. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges hat sich die Lebensqualität erheblich erhöht und dank den Fortschritten der Medizin leben die Menschen länger. Jeder Mensch kann heutzutage erwarten, bis 90 Jahre zu leben. Während es in den 1970er Jahre circa 300 Hundertjährige in Deutschland gab, sind es im Jahre 2011 über 10 000.
Um sich um unsere alternde Bevölkerung zu kümmern, wurden zahlreiche Maßnahmen getroffen. Die wichtigste davon ist zweifellos die Einführung der Pflegeversicherung im Jahre 1996, die die verschiedenen Dienstleistungen finanziert, die man als alter Mensch braucht. So wurden Seniorenwohnheime und Pflegeheim gebaut, Betreutes Wohnen entwickelt und Pflegejobs in Berlin, Hamburg, München und allen Großstädten der Bundesrepublik geschaffen.
Da es sich um die Behandlung schwacher Menschen handelt, kann man nicht ganz ohne Ausbildung in die Pflege einspringen. Deswegen bieten die Hochschulen, die Universitäten sowie einige private Pflegeeinrichtungen verschiedene Studiengänge und Ausbildungen an. Im Rahmen dieser Studiengänge geht es darum, theoretische sowie praktische Vorkenntnisse zu sammeln, um bei seiner ersten Stelle als Pflegehilfskraft am besten vorbereitet zu sein. So können die jungen Pflegehilfskräfte zum Beispiel mit an Alzheimer leidenden Menschen gleich am Anfang gut umgehen. So sind die Ausbildungen als Pflegehilfskraft besonders beliebt.

