Verschiedene Ereignisse, wie Trennung, Scheidung oder Tod der Partnerin führen dazu, dass ein Vater alleine für seine Kinder sorgen muss. Ob gewollt oder ungewollt, plötzlich trägt man als Vater die Verantwortung für seine Kinder ganz alleine. Steht der Vater dann vor der Tatsache, seine Kinder von nun alleine erziehen zu müssen, überkommen ihn womöglich berechtigte Ängste und Zweifel, wie er das alleine bewältigen soll. Alleinerziehende Väter sind immer noch in der Minderheit und etwas Besonderes. Ist es für die Gesellschaft inzwischen normal geworden, dass Frauen ihre Kinder alleine erziehen, so fallen Väter als Alleinerzieher sofort auf. Als männlicher Alleinerzieher erntet man als Vater Kritik, Bewunderungen aber auch Mitleid. Ein alleinerziehender Vater hat es schwieriger, sich im Alltag zu behaupten. Im Alltag erlebt ein Alleinerzieher immer wieder teils bewundernde Blicke, aber mitleidige Fragen nach der Mutter der Kinder. Einem Vater wird unbewusst oder auch direkt vermittelt, dass er dem Kind ja nicht die Mutter ersetzen kann und ihm wird unterstellt, dass er ein Kind nicht so kompetent erziehen kann, wie es eine Mutter eben tun würde. Sein ganzes Handeln und Tun wird unter die Lupe genommen und öfter steht er in der Kritik, die meist unbegründet ist. Als Alleinerzieher muss ein Vater sein Leben komplett neu organisieren. Er muss Erziehung und Arbeit unter einen Hut bringen und sich um kompetente Betreuung für seine Kinder kümmern, während er beispielsweise arbeiten geht. Für Alleinerziehende, die Rat und Hilfe brauchen, gibt es in jeder Stadt geeignete Beratungsstellen, die sich um die Sorgen und Nöte Alleinerziehender kümmern.